Google – splitternackt

28. Februar, 2008

Ich habe so eine Funktion im Administratorbereich meiner Blog-Site. Mit der wird ersichtlich, wie Internetnutzer durch Google zu meinem Blog gelangt sind. Ich sehe in einer Liste die Suchwörter, die in den letzten Tagen in Google eingegeben wurden. Und auf der Ergebnisseite bei Google musste bei ebendiesen Suchwörtern mein Blog wohl in den ersten zehn gefundenen Seiten gestanden haben. Der Standardinternetnutzer blättert ja nie weiter…

Eine dieser Suchanfragen bei Google , die am Schluss den Besucher zu mir geführt hat, ist: „blutt ga louffe“.

Hat ehrlich jemand eingetragen. Auf bärndütsch . Was die Leute alles suchen… leider gibt die Funktion nicht preis, wer der Suchende ist. Item, ich möchte abschliessend diese Tätigkeit meinem gestrigen Eintrag nachstellen

 Was man alles sollte

 Gehen Sie blutt ga louffe.

Was man alles sollte

27. Februar, 2008

Gehen Sie auf Stelzen spazieren! Sprechen Sie einen Satz Russisch mit St. Galler Akzent, sehen Sie die Dinge andersrum, erdulden Sie mittägliche Kopfschmerzen, gehen Sie einen heben und lassen Sie ihn nicht mehr hinunter, atmen Sie in Luv und machen Sie in Lee was Sie wollen, zählen Sie Erbsen in einer Tiefkühlgemüsepackung, fragen Sie sich warum, muntern Sie deprimierte Hunde auf, kümmern Sie sich um jeden Dreck, schreiben Sie eine SMS rückwärts, verschicken Sie Brieftauben per Post, bringen Sie ihrem Hamster kleinkariertes Verhalten bei, verlängern Sie ihre 5 Minuten in denen auch Sie mal prominent sind auf 6, setzen Sie Quietschentchen in der Wildnis aus, versuchen Sie sich mal mit Judo, geben Sie einen Tag lang kein Geld aus, jagen Sie eine Cervelatwurst zum Teufel, marschieren Sie durch Nachbars Garten, rauchen Sie ungebührlich viel, schauen Sie sich mal selber an, betrachten Sie sich im Spiegel, ändern Sie etwas, hören Sie mit einem Ohr zu, hören Sie überhaupt noch zu?

Ich habe ein neues Mobiltelefon, und mit diesem kann ich auf Hundespaziergängen Radio hören. Nun langweile ich mich nicht mehr zu Tode, wenn mein Köter schon wieder am gleichen Busch herumschnüffeln will. Mindestens 5 Minuten lang. Eben, ich habe ein neues Handy, ein edles von NOKIA, das 6300. Mit Alugehäuse.

Ich wollte aber gar nicht über mein neues Handy schreiben (he, im fall, ich habe ein neues Natel), sondern über die gehörte Radiosendung, die ich mit der Radiofunktion meines neuen HAndys empfangen konnte. Es war das Klassiktelefon von DRS 2. Eigentlich höre ich diese Sendung nie, denn mich nerven die Leute mit ihren blöden Glückwünschen füre Housi zum 74. Geburi, zweitens müssen sie immer noch sagen, dass sie aus Hünibach oder Grosskleinaffoltern kommen, und das interessiert ja kein Schwein. Und dann wünschen sie immer das Menuett vom Boccherini, Ave Maria fom Gunoo, oder öppis vom Vivaldi, wil mi Maa het gärn Vivaldi. Und da der Antonio nach Strawinskys Aussage nicht 40 Geigenkonzerte geschrieben hat, sondern 40 mal ein und dasselbe Stück, kommt eben immer nur das gleiche.

Aber heute war es ganz anders: Da sprach ein Herr vom Thunerseeufer. Er äusserte sein Unverständnis über den Entscheid „vo de Bärrrner RRRegierig“, die schwarzen Schwäne vom Thunersee zu entfernen. Denn alle Anwohner des Sees hätten Freude daran. Aber da sei die Bärrrner RRRegierig unfähig, das einzusehen. Der Wagner Richard habe mal ein paar Wesendock-Lieder komponiert, und eines davon handle von schwarzen Schwänen. Vielleicht stimme die Ausstrahlung dieses Lieds im Klassiktelefon die Bärrrner RRRegierig ja noch um. Er sagte Bärrrner RRRegierig bei jedem Mal ein wenig verächtlicher, wie wenn in der Bärrrner RRRegierig nur Kindergärtleler höckleten.

Die Sendungsgumsle fand das gewünschte Stück allerdings nicht. Der Wagner Richard hat aber eine Klaviersonate für Frau Wesendonck komponiert, und ein Satz heisst „die Ankunft der schwarzen Schwäne“. Das Stück war ein völliger Kack, und irgendein pianistischer Nobody klimperte den Mist zusammen. Ich meine, das Stück war so flach, das hätte ein vergeistigter Abklatsch von Liszt sein können. Der hat ja auch viel söttigs fabriziert.

Wieder eine Eisenbahngeschichte:Ich bin kürzlich mit dem letzten Zug von Chur nach Zürich (und dann weiter nach Bern) gefahren. Primär erwähnenswert ist, dass der letzte Zug ab Chur nicht etwa um Mitternacht den Bahnhof verlässt, sondern nota bene um 22.13 – auch wenn Chur die grösste Beizendichte aller Schweizer Städte aufweist, eher provinziell, nicht? Item, Chur ab 22.13 ginge ja noch, wenn das ein Intercity wäre. Ist es aber so etwas von nicht: es ist der hinterletzte Lumpensammler am Samstagabend.  Zuckelt fast zwei Stunden lang durch den Gaggo, hält an Käffern an, die keinen Schwanz interessieren. Spätestens ab der Züriseestrecke nimmt doch niemand mehr den Zug, fahren alle in ihren fetten Blingblingtrucks in St.Germain nach Zürich. Denkste, Puppe! Der Zug ist bald gerammelt voll. Nicht gefilte fisch, aber mit Partyvolk (oder soll ich schreiben Partypöbel) gefüllter Waggon. Winzige Girlies, echt neu, ungebraucht und garantiert unter 16, pflanzen sich in die Sitzpolster in den Abteilen ein und veranstalten mit gezielten Handgriffen eine Auslegeordnung aus Natel, Schminkzeug, Schleckzeug, Red Bull, hie und da Wodka und Bier und nochmal Schminkzeug, Schminkzeug,Schminkzeug,SchminkzeugSchminkzeugSchminkzeugschminkischminkischminkischminkischminkischminki.Dann beginnt die Arbeit: Anpinseln, was das Zeug hält. Die waren nach einer halben Stunde noch nicht fertig, ich schwöre bi mini armi Müether. Dazu wurde getelefoniert und gessemmesselt, dass Swisscom nur haarscharf an einer Netzüberlastung vorbeischrammte. Inhalt dieser Kommunikationsmarathone: Wo gömmer hüt here? Wo lauft was, man?Bei Zugseinfahrt in Züri HB wussten sies immer noch nicht. Ich stelle mir Usgang eben so vor: Am Träffpunkt eine halbe Stunde weiterfrieren und auf Kolege warten, einige kommen, andere ja glich nöd. macht 00.30 dann ziellos abzotteln, weil man sich nicht auf einen Club einigen kann. Alle haben kalt (v.a. die bauchfreien Tussis, die Männer auch, aber sagen nichts), darum ab in den nächsten Club, in den, den keiner wollte. Isch nöd so kuhl, Bier saufen für 10 Schdutz & wieder raus, macht 1.00 Anstehen vor dem nächsten Club, scheisse, mues ufd Schiissi maan, Drama weil d Söne keinen Ausweis dabeihat, oder zumindest nicht den gefälschten der 18-jährigen Schwester. Under 18 chunnsch nöd ine, waischtu. Naja, um 2.30 finden sich alle einigermassen erfroren und müde (sie merken gar nicht mehr, dass sie eigentlich auch noch gehörig angeschissen sind) und betrunken beim McDonald’s, der hat ja noch auf. Hamburger rein, evtl. es Chötzi goge werfe, ab in die Nachtbahn um 3.00. Alle stieren auf stumme Handybildschirme, weil wenn alle um diese Zeit starren, schreibt ja niemand. Hey, was machsch morn? Weis nöd, voll nüt planet maan, ich wott eifach nume no goge schlaafe, man, bi sokapputt, schwöre (bi dini armi fetti Müether) Kondi kommt, alle Billette vorweisen bitte – Scheisse, vergässe Billett usezlah….!