Es Chäferfescht

28. September, 2007

Ich bin ja ein rückgratloses Weichei, obwohl ich noch nie einem weichen Ei MIT Rückgrat begegnet bin. Ich bin nämlich publikumsgeil. Das heisst, ich gebe dem Wunsch aus der Leserschaft nach, eine weitere Story aus der Ukraine zum Besten zu geben. Und hier kommt sie:

In früheren einträgen erwähnter Julian, russischsprachiger Reisegefährte, kennt eine ukrainische Englischstudentin in Cherson. Cherson ist eine mehr oder weniger touristisch bedeutungslose Stadt mit vielen Plattenbausiedlungen. Eigentlich so eine Augen-zu-und-durchfahr-Stadt. Wenn man mit dem Auto von Odessa auf die Krim gelangen will, führt die Reiseroute durch die Stadt hindurch. Um diese Dame namens Natascha zu besuchen, sind wir eben ein wenig in der Stadt geblieben. Wir mieteten eine Wohnung, wie man das im Osten eben so macht, wenn man nicht ein Vermögen für Hotels ausgeben will. Dann trafen wir uns mit Natascha im Stadtzentrum. Endlich konnten Yves, der Dritte im Bunde, und ich mal mit jemandem sprechen! Sie sprach sehr gut Englisch. Sie erzählte uns zum Beispiel, dass man als Student Geld verdienen kann, indem man für die eine oder andere Partei (Juschtschenkos oder Janukowitschs) demonstrieren geht. Ab und zu kommen Leute an die Uni, die Geld gegen Demobeteiligung anbieten. Man stelle sich ein solches Vorgehen der SVP im Unitobler vor. Vielleicht kommt man dann in eine Schlägerei mit Demonstranten der Gegenpartei… 

Sie führte uns ein wenig in der Stadt herum. Das, was es zu sehen gibt, ist aus einem Grund interessant: Dass die Ukrainer daran Gefallen finden und stolz darauf sind. Riesige Parkanlagen, teils verfallen, teils herausgepützelt, aus der Sowjetzeit. Pathetische Denkmäler mit Mutter Heimat, ewige Flamme (sie wird nur an Feiertagen ewig entzündet), Betonsockel mit glänzenden Panzern und mobilen Raketenwerfern aus dem 2. Weltkrieg, und natürlich last but überhaupt not least: Lenin. Den Stalin sieht man nirgends, aber auch gar nirgendwo, den Lenin in jeder grösseren Stadt. Mal als Denker in Uniprofessorenkluft, mal im zukunftsweisenden Schritt mit ausgestrecktem Arm und Studentenkäppi.

Wir wurden von Natscha für den nächsten Abend zum Borschtsch eingeladen. Bis es so weit kam, holte uns noch ein Stück Vergangenheit ein, den Julian und mich. In Form von Druchfall und Fieber. Der Yves, dä Tonner, blieb kerngesund. Wir fragten ihn etwa alle 10 Minuten, ob er denn nicht auch Darmrumpeln verspüre, ob er eine heisse Stirn habe, ob es ihn nicht gleich zerreisse – er blieb gesund. Wir konnten bald rekonstruieren, wo wir das Zeug aufgelesen haben mussten: am Tag zuvor in Odessa. Wir wohnten dort ebenfalls in einer Wohnung, die uns ein Grosi (genau, eine Babuschka), das wir am Bahnhof aufgegabelt hatten, vermietete. Sie war mit zwei schmuddeligen Nestern ausgerüstet, d.h. der Yves schlief auf Mätteli im Schlafsack am Boden.  Und der Julius und ich lasen in der Nacht (ich meine, man sabbert ja ins Kissen und so, leckt die halbe Matratze ab im Schlaf, n’est-ce pas?) den Chäfer auf, der uns 24h später den Schiisser und Fieber verursachen sollte. Es war doch ein liebes Grosi. Olga hiess sie. Wie denn sonst?

Zurück nach Cherson: Wir konnten doch Nataschas Einladung nicht ausschlagen! Da gibt es nur eins: DOPING!! Immodium gegen den Darm und Tylenol gegen die Temperatur. Bald waren wir purlimunter und fuhren zu Daschas (Kosename von Natascha) Wohnung. Natürlich ein Plattenbau erster Güte, nämlich dem kompletten Verfall nahe. So lebt man halt in Cherson. Die Mutter und die Grossmutter bekochten uns und starben fast vor Stolz, ein paar Schweizer bewirten zu dürfen. Dieser Stolz schlug sich erwartungsgemäss, aber dennoch zu unserem Entsetzen in Unmengen von Essen nieder. Und Alkohol. Weder noch vertrugen Julian und ich in diesen Massen! Das schlimmste war, dass man Komplimente an die Köchin nur in Form von mehrmals Essen schöpfen machen kann. Das konnten wir uns aber doch nicht antun (der Yves rettete uns und nahm ein zweites Mal, die Lage am Tisch war augenblicklich entschärft) antun, Immodium ist zwar schon gut, aber wie stark kann man den Darm mit Essen von oben traktieren? Irgendwann nützt auch die Droge nichts mehr und dann… &%ç*ç&%&/(//)=/%&ç**+! Julian und ich starben fast. 

Ich hatte aber die Energie, zu fragen, ob es vor der Wende besser oder schlechter war als heute zum leben. Die Antwort kam knapp, überdeutlich und schnell: Früher hatte man einen Job, des Gesundheitswesen und das Bildungswesen funktionierte, die Infrastruktur wie öffentlicher Verkehr und die Strasse und die Mietblöcke wurde instand gehalten. Heute wirtschaftet jeder, der die geringste Möglichkeit dazu hat, in die eigene Tasche, der Kapitalismus sei ausgebrochen. Heute Scheisse, früher gut. Ich glaubte Daschas Mutter sofort und ohne Einwand. Jedes Wort. Das ABER, ihr wurdet doch unterdrückt, Staatsterror, etc. war hier unangebracht. Ich denke mir folgendes: Wenn man brav seinen Job machte und nichts dachte, hatte man wohl in materieller Hinsicht ein besseres Leben als heute. Wenn man heute jede Kopeke kühsam zusammenkratzen muss, um zu überleben, ist es nachvollziehbar, wenn man sich ein wenig mehr Unterdrückung, dafür mehr wirtschaftliche Stabilität wünscht. A propos Unterdrückung: ich habe ja schon mal geschrieben, dass zuviel Kritik an Politikern auch heute noch sehr ungesund sein kann. Ich lobte mir meinen Dünnpfiff.

Weitere 24h später gaben unsere Verdauungsorgane auch ohne Doping Ruhe, und wir konnten unsere Reise auf die Krim fortsetzen. Womit ich hier vorläufig einen Zwischenschlusspunkt setze.

FEYDAY!

26. September, 2007

feyday-programm.JPG

… mehr muss ich doch dazu gar nicht schreiben, oder?

Allerwerteste Empfindlichkeiten

24. September, 2007

Und noch etwas profanes aus Zollikofner Alltag: Ab und zu schickt mich Alma Mater zum Einkaufen. Daselbst kann man Dinge erleben, man muss also gar nicht erst 1′500 km durch Europa bölzen, um Geschichten erzählen zu können: Auf meinem Einkaufzetteli steht unter Speck und Bohnen Meistah Proppah Tüechli zum Badezimmerflächen putzen. Die mit Citrusgeschmack (treffender: Citrusgeruch, denn fressen will ich das Zeug ja nicht!). Ich suche da also mal frisch drauflos. Die Suche verläuft im Sande und ich sehe mich genötigt

(oder gezwungen? Was ist stärker? Genötigt bedeutet für mich – frei heraus und frisch von der Leber weg – der Umstand, dass man aufgrund äusserer, stark auf einen einwirkender Umstände etwas tut, das man zwar unterlassen könnte, diese Unterlassung aber ernsthafte Nachteile einbringen würde (Muetis Zämeschiss, wenn ich mit leeren Händen nach Hause komme). Im Gegensatz zu zwingen, wo man sich eigentlich gar nicht entscheiden kann. Weil so stark auf einen eingewirkt wird, dass man sich gar nicht widersetzen kann. Doch ich schweife ab),

wie gesagt, ich sehe mich genötigt, eine Personalgurke aufzusuchen und nach Hilfe zu fragen.

„I sueche, i meine, heit Dir -

„ja, was, grüessech?“

„… – öh, ja, grüessech, heit Dir Füechttüechli fürd Tualette – „

„Ahh, für ds FUDI!“ Und sie zockelt zielstrebig davon, zufrieden mit ihrer schnellen Auffassungsgabe. Ich bin perplex ab meiner fehlgegangenen Frage, ich putze mein Hinterteil mit SCHIISSIPAPIER und nicht mit Füechttüechli. Ich will Lavabo- und WC-Brillen-reinigende Tüechli. Von Meister Propper.

„Nei, i wett Tüechli für Badzimmeroberflächine. Brünneli u WC u so.“

„Ahaa, ja dasch natürlech öppis angers, die si nämlech hie…“

Madamm dreht sich um 180° und zeigt mir das Objekt meines Begehrens, dort, wo ich vorhin ergebnislos herumgeirrt war. Mit Citrusgeruch. Auf meine Bemerkung, mit denen könne man ds Füdle wahrscheinlich weniger gut putzen, lacht Frau Personal los und meint: „Ja, ussert Dir siget dört unge de grad gar nid empfindlech!“ und entfernt sich glucksend unter meinen Dankesworten.

Zeit ist geil!

24. September, 2007

Ich möchte meine werte Leserschaft an einer Erkenntnis teilhaben lassen, welche ich auf vergangener Ukrainereise gewonnen habe: Es ist ein gspässiges Gefühl, mit dem Auto in eine neue Zeitzone zu fahren. Das ist die Realität, wenn man in die Ukraine einreist. Eine Stunde vorstellen. Im Flugzeug durch Zeitzonen zu düsen ist nicht so metaphysisch-grusel-verursachend. Im Flugi vergisst man Raum und Zeit, da steigt man sowieso nach einer Art Wachkoma in einer neuen Welt aus. Mit neuer Zeit. Aber mit dem Auto über die Grenze fahren und dann #päng# die Uhr umstellen – drbii isch doch gar nüt passiert!?! Ist schon ein wenig kurlig. Da muss irgendwo ein Zeitportal sein, ein Wurmloch, das einen schlagartig eine Stunde altern lässt. Bei der Rückfahrt allerdings verjüngt man sich wiederum um eine Stunde. Jetzt müsste man eine Methode finden, immer Aus der Ukraine nach Ungarn einzureisen, aber ohne vorher aus Ungarn in die Ukraine gegangen zu sein. Die reinste Verjüngungskur! Da ich solche Kosmetiktricks im Moment jedoch noch nicht nötig habe, bin ich ganz normal ein- und wieder ausgereist und mit einer Nullbilanz an Alterung.

Als quintia essentia der ganzen Geschichte möchte ich vermelden: Mit dem Auto in eine andere Zeitzone fahren ist einfach geil.

Es gibt also auch eine Polizeibehörde in diesem Ukrainien. Präsident Wiktor Juschtschenko hatte diese zwar als erste Amtshandlung wegen Korruption vollständig abgeschafft und ein neues Organ geschaffen. Wiktors Fehler: Er stellte die alten Beamten ein. Zwar mit höheren Löhnen als vorher, aber nicht minder bestechlich. Was uns direkt zugute kam. An ukrainischen Strassen findet man keinen einzigen Blitzkasten (im Gegensatz zu Winterthur, von der hiesigen Stadtpozilei bekam ich als Willkommensgeschenk zurück in der Schweiz einen Einzahlungsschein mit 250.- Busse für zu schnelles Fahren. Dank Blitzkasten. Diese Wichser (exgüsee, es ist aber einfach so, ich werde demnächst weider eine Autopartei gründen).

Denn im Osten Auto fahren ist lustig. Als Ersatz für Radargeräte gibt es sehr viele Polizeistreifen. Diese postieren sich so, dass man sie erst sieht, wenn es zu spät ist, zu bremsen (z.B. wenn man innerorts 120Km/h fährt, was bei uns doch auch ab und zu vorkam). Doch es gibt auch noch andere Automobilisten. Wenn im Gegenverkehr lichtghüüpelet wird, heisst das nichts anderes, als dass sich in den nächsten 500 Metern eine Bullenbedrouille versteckt hält. Also sofort ufd Chlötz (ausserorts ist ja nur 90 km/h) und brav vorbeituckern. Meistens wird man in Ruhe gelassen. Unser fremdes Nummernschild beäugen sie vielleicht ein wenig länger als andere, aber auch wir kommen vorbei. Bald darauf wird wieder auf den Stempel gedrückt und nun ist man selber an der Reihe mit lichthupen. Was von den entgegenfahrenden Lenkern mit Handzeichen verdankt wird. So ist das. Schön, nicht? Gemeinsam gegen die Bullen.

Einmal sind wir dann doch rausgewinkt (oder rausgewunken, als starkes Verb?) worden. Vielleicht hatte es damit zu tun, dass Julian, einer meiner Reisegefährten, auf der Autostrasseauffahrt die Gegenfahrbahn befuhr. Dies aber nach 200m bemerkte und wendete. Wieder korrekt eingelenkt, erwarteten uns die Ordungshüter mit erhobenem Stock. Der Rest ist Geschichte: Der Bulle erklärte uns unser Vergehen (es war ja auch wirklich ein Regelverstoss, nichts dagegen einzuwenden!). Das koste 200 Ukrainische Hrivnija (50 CHF). Zu zahlen sei die Chose im nächstgrösseren Ort bei irgendeiner Bank und ein Protokoll müsse er auch noch aufnehmen. Julian, unser Russischsprechender, erklärte dem Tschugger, das scheisse uns an, wir seien in den Ferien, und streckte im einen 50-Hrivnija-Schein hin (12 Franke 50). Darauf wünschte der Polizist uns schöne Ferien, wir sollen auf der Krim die schönen Frauen und den Strand geniessen.

Beim zweiten Mal überfuhr ich ohne anzuhalten ein Stoppschild. Dummerweise fuhren wir unmittelbar danach an einem Polizeiposten vorbei, und da hat es meistens auch Bullen drumherum. So auch da. Wir wurden in ein Büro geführt, wo uns der Herr Milizija wieder eine mühsame Geschichte mit der offiziellen Vorgehensweise vorlaberte. Als er geendet hatte, fügte er hinzu, ihm stinke das gewaltig. er habe besseres zu tun, als mit uns in die nächste Stadt zu fahren, und wir doch sicher auch. Wie viel uns diese Busse denn wert sei? Julian und ich einigten sich in Schweizerdeutsch auf 100 Hrv. (25 Fränkli) und boten diese dem Bullinski an. Er nahm diese grunzend und wünschte uns Lebewohl. So geht das.

Und ich bin dann mal wieder zurückgekommen. Aus der Ukraine. Mit dem gleichen Auto. Genau, Sie haben richtig gelesen, mit demjenigen, das uns zuverlässig von Bern nach Zürich, von Zürich nach St. Margarethen, von dort nach Bregenz, München, Salzburg, Linz , Wien, Budapest, Nyregyhaza, Zahdony, Chop, Uschgorod, Mukatschjewe, Ternopil (NICHT Tschernobyl!!!), Uman, Odessa, Cherson, Jalta, Kiev, Lviv, und den ganzen Karsumpel wieder zurück nach Bern über 6500 Kilometer tuckerte.

Da beschlossen wir drei Abenteurer, der Yves , der Julian und ich, nach einer durchrasten Nacht, unter Einfluss von Energy Drinks, Traubenzucker, Coca Cola und Geschwindigkeitsrausch (nach München hatte ich frühmorgens mal satte 180 Km/h drauf, man staune bitte!) auf Höhe Ausfahrt Schönbühl bei Moosseedorf, dass wir drei ganz geili Sieche sind. Eigenlob stinkt zum Himmel, aber ich finde, dass das hier mal angebracht ist.

Grün gesinnte Menschen sehen mich jetzt wohl vor ihrem geistigen Auge im Fleischwolf, bedeuten 6500 Km Autofahrt auch etwa 600 Liter verbranntes Benzin. Schon ein wenig krass, nicht? Ich wage allerdings die Behauptung, dass wir während unserer Reise angesichts des überbordenden Reichtums an Zwiebeln in ukrainischen Speisen mit unserer stetigen Furzerei erheblich mehr zur Klimaerwärmung beigetragen haben als mit Autofahren.

Doch genug zur Klimapolitik hier, mussten wir a propos Politik bei unserer Ankunft in der Schweiz doch feststellen, dass es am Bundesplatz mittlerweile ein Nationalcabaret gibt, welches Politsatire erster Güte präsentiert, mit hervorragenden Komikern, die uns geradezu Shakespear’sche Intrigen vorführen. So etwas – denn wir haben die ukrainischen News mitverfolgt – bringen nicht einmal Juschtschenko, Timoschenko und Janukowitsch zustande. Weil Personen, die unliebsame Tatsachen oder erfundene Gerüchte aufzudecken drohen, vor Veröffentlichung derselben bei einem „tragischen“ Autounfall ums Leben kommen. War in der Sowjetunion so, ist heute noch so. Was gut funktioniert, soll man doch nicht über Bord werfen?!

Das ist sowieso so eine Sache mit dem Funktionieren-so-lange-es-geht. Eine Mentalität, um nicht zu sagen Weltanschauung der Ukrainer. Den Lada oder den Wolga oder den Kamas-Lastwagen fährt man, bis er wirklich auseinanderbricht. Diese Dinger sind zum Teil mehr als dreissig Jahre alt und verpesten mit ihren schlecht eingestellten Motoren Land und Stadt. Einen Geruch wird der Osteuropareisende (bitte sehr, die Ukraine ist ein EUROPÄISCHES LAND!!! Notabene das grösste, ausser man zählt Russland bis zum Ural als grösstes, aber auch nach Moldawien das zweitärmste Land Europas.) nie vergessen: Der des schlecht verbrennten 76er-Bleibenzins. Alles, auch die Lastwagen, fahren mit dieser Brühe. Zum Kotzen. Die aus der Sowjetzeit stammenden Plattenbauwohnungen bewohnt man wie vor dreissig Jahren. Renoviert wurde seit da nichts. Eigentlich fragt man sich, warum ganze Städte beim nächsten Windstoss nicht in sich zusammenstürzen. Wie ein Zeitreisender kommt man sich manchmal vor. In den Dörfern der Karpaten bewegt man sich mit Fuhrwerk, gezogen von einem Ackergaul. Kühe werden von alten verhutzelten Babuschkas mit Rutenschlägen über die Strasse getrieben. Und auf dem Märit (Rinok) bekommt man viel Food für praktisch kein Geld. Auch das Benzin kostet wie bei uns zu guten alten Zeiten e Franke pro Liter. A 95 unverbleit, notabene. 76er ist noch günstiger, aber Gift für unseren Kat. Schliesslich steht unsere Kiste schon wieder zum Verkauf auf Ricardo.ch. Audi 80 eingeben et voilà!

Was seit Sowjetzeit auch noch funktioniert, ist die 85 Km lange Trolleybuslinie (ja, richtig, mit Kabel und Stromabnehmern und so) über einen Pass von Simferopol nach Jalta (Das geschichtsträchtige JaltakonferenzmitStalinRooseveltChurchill-Jalta) auf der Krim. Wir haben sie gesehn, die Sessel im Livadiapalast, deren Leder 1945 von den dazumal sechs mächtigsten Arschbacken der Welt eingedrückt wurde. Deren Besitzer bei Zwiebelgefurze die Kriegsbeute aufteilten. Derentwegen es die DDR gab.

Dann mussten wir auch Bullen bestechen. Doch das ist eine andere Geschichte (so behält man Leser bei Laune).