Yo-Ho, and a Buddle of Rum!
30. Mai, 2007
Wir begaben uns einigermassen gleichgesinnt unter vielen in den Vergnügunstempel namens Kino Alhambra; erwartungsvoller Hoffnung auf ein unterhaltsames Sequelspektakel mit den Karibik-Piraten. Der Matter und ich, und viele andere JOKs. Waren wir doch ganz giggerig auf die Auflösung aller Rätsel nicht unbedingt dieser Welt, so doch aber des 2. Piratenfilms. Viel wurde offengelassen damals. Nun lechzten wir nach Fortsetzung.
Unterschiedlicher gesinnt hätten wir die Cinématographenanstalt nicht verlassen können, einbetoniert andernfalls hätten wir werden müssen, der Matter und ich.
ER fand den unmittelbar zuvor gesehenen Film magenumstülpend schlecht. Langweilig. Zu abgedreht. Blöd. Kraftlos. Einfallslos.
ICH hatte das unmittelbar zuvor 2einhalb Stunden lang erlebte Gaudi immer noch auf der Visage. I had the hell of a time. Super! Mein Rezept, diesen Film zum Schiessen, zum Möögge zu finden (g’schossn und g’schrien wurd gar viel in dem Streifen):
1. Hirni abschalte mit Eintritt in den Kinosaal – Matter hatte es wohl nicht fertiggebracht, der ewige Grübler.
2. Auf Klamauk einstellen.
3. Bedingungslos alles lustig finden ausser verkrampft-pathetisch-hollywoodamerikanisch-misslungenen Liebesszenen, Partnerschaftskonfliktbewältigunsversuchsszenen und heroischen Kampfreden (exzellent verhauen von Miss Knightley). Den Rest, wie gesagt, als Anlass zum Ablachen nehmen.
4. Abgespacte Todesreichszenen beeindruckt auf sich wirken lassen und sich vorstellen, die hätte jetzt Stanley Kubrick gedreht, dann findet man’s saumässig gut.
5. Fröide haben an der dreiläufigen, rotierbaren Kanone des Flying Dutchman.
Ein kleiner Nachteil, wenn man am Pfingstmontag ins Kino geht: Ausser Kinos halten alle den Laden dicht. Fürs obligate Eisgazieh nach cinéastischem Erlebnis, so zur Verarbeitung der Eindrücke (oder zur Verarbeitung der Absenz von Eindrücken) muss man am Schluss, horribile dictu, ins GUTGELAUNT ausweichen, weils nicht die einzige Alternative ist, sondern die einzige Möglichkeit überhaupt, für viel Geld wenig zu trinken zu erhalten. Wenn, wie Schmidi aufmerksam feststellte, der STEIN in der Christoffelunterführung im Moment in andern Umständen sich befindet und man im Coop kein Helvetiabier mehr bekommt.